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Faire Bezahlung und Wohneigentum als Prioritäten der Jugend im Nahen Osten

von Urs Rellstab am 2. Mai 2012 • Einblicke und Berichte, Medienmitteilungen, Studien

Dubai, VAE; 2. Mai 2012: Einen fairen Lohn zu erhalten und Wohneigentum besitzen, das sind die zwei Top-Prioritäten der jungen Leute im Nahen Osten. Noch vor einem Jahr war „Leben in einer Demokratie“ der grösste Wunsch. Zu diesen Ergebnissen kommt der Arab Youth Survey 2012 von ASDA‘A Burson-Marsteller. Die Umfrage untersucht die Meinungen und Werthaltungen der Jugend im Nahen Osten, die den grössten Teil der Bevölkerung stellt.

Die Studie ist bereits die vierte ihrer Art. Penn Schoen Berland (PSB) hat dazu 2500 Interviews in zwölf Ländern des Nahen Ostens durchgeführt. Die Ergebnisse ein Jahr nach dem Start des arabischen Frühlings zeigen, dass grössere politische Anliegen nun persönlichen, ökonomischen Anliegen Platz gemacht haben.

82 Prozent aller Befragten haben „einen fairen Lohn“ als „sehr wichtig“ angegeben. Damit ist die Entlöhnung nicht nur die grösste kollektive Priorität der Jugendlichen, sondern auch die grösste individuelle Priorität in den zwölf untersuchten Ländern.

Gleichzeitig ist die Zahl derjenigen, die „Leben in einem demokratischen Land“ als „sehr wichtig“ erachten im Vergleich zum Vorjahr gesunken. 2011 war dies für 68 Prozent sehr wichtig, 2012 sind es noch 58 Prozent.

Die Studienergebnisse der ASDA’A Burson-Marsteller Arab Youth Survey 2012 wurden heute in Dubai vorgestellt. Für die Studie wurden persönliche Interviews mit Jugendlichen zwischen 18 und 24 Jahren in Bahrain, Kuwait, Oman, Katar, Saudi Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie in Ägypten, Libanon, Jordanien, Irak und zum ersten Mal auch in Libyen und Tunesien durchgeführt. Die Interviews fanden im Dezember 2011 und im Januar 2012 statt.

Die wichtigsten Erkenntnisse der ASDA’A Burson-Marsteller Arab Youth Survey 2012:

  • Einen fairen Lohn zu erhalten ist für 82% der befragten Jugendlichen “sehr wichtig“; gegenüber 63% im Vorjahr.
  • Ein eigenes Heim zu besitzen ist die zweithöchste Priorität der Jugendlichen. Für 65% der Befragten ist dies „sehr wichtig“, dies ist eine leichte Erhöhung gegenüber 61% in 2011.
  • Wohneigentum ist speziell für Jugendliche im Libanon (75%), in Ägypten (71%) sowie in Tunesien und Bahrain (je 67%) sehr wichtig.
  • Die steigenden Lebenshaltungskosten sind die grösste Sorge der Jugendlichen im Nahen Osten. 63% der Befragten sind „sehr besorgt“ darüber. Bereits im Vorjahr war dies ihre grösste Sorge, jedoch noch mit 57%.
  • 41% der Befragten sagen, dass das Fehlen von Demokratie die grösste Hürde ist, die ihre Region überwinden muss. Eine gleiche Prozentzahl identifiziert gesellschaftliche Unruhen als grösste Hürde.
  • 72% der Jugendlichen finden, dass sich die Situation in ihrer Region seit den Ereignissen des arabischen Frühlings verbessert hat. 68% der Jugendlichen fühlen sich heute auch persönlich besser als vor einem Jahr.
  • Fast drei Viertel der befragten Jugendlichen glaubt, dass ihre Regierung vertrauenswürdiger und transparenter ist seit dem arabischen Frühling. Gleichzeitig sind Korruptions-Befürchtungen in die Höhe geschossen.
  • Eine Mehrheit der befragten jungen Leute erachtet traditionelle Werte als von höchster Bedeutung. Gleichzeitig steigt aber auch die Anzahl derer, die solche Werte als veraltet und ersatzbedürftig erachten.
  • Regional und weltweit gesehen möchten die Jugendlichen im Nahen Osten am liebsten in den Vereinigten Arabischen Emiraten Leben. Die Vereinigten Arabischen Emirate werden auch als Nachahmungsbeispiel für ihr eigenes Land angesehen.
  • Von den auswärtigen Nationen wird Frankreich am positivsten gesehen, 46% sind gegenüber Frankreich „sehr positiv“ eingestellt. China und Indien werden positiver beurteilt als zuvor.
  • Die Jugendlichen folgen den Nachrichten viel eindringlicher als je zuvor: 52% halten sich jeden Tag mit News und Tagesaktualitäten auf dem Laufenden. 2011 waren dies noch 18%.
  • Das Fernsehen bleibt die wichtigste News-Quelle: 62% der Befragten schauen fern, um sich auf dem Laufenden zu halten. Diese Zahl ist gegenüber dem Vorjahr mit 79% jedoch gesunken.
  • Heute ist das Lesen oder Schreiben von Blogs die top-online Beschäftigung der jungen Leute in der Region. 61% beschäftigen sich mit Blogs, 2011 waren es erst 29%.

Breites Datenmaterial zu den Erkenntnissen der ASDA’A Burson-Marsteller Arab Youth Survey 2012 ist unter http://arabyouthsurvey.com erhältlich.

 

Kontakt:

Dr. Urs Rellstab
CEO Burson-Marsteller, Schweiz
urs.rellstab@bm.com
M: +41 79 669 56 10

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